Woher hast Du das denn?
Das war die verwunderte Frage meines Vaters, als er mich – für ihn ganz plötzlich – immer wieder vor meinem kleinen Laptop sitzen und in die Tastatur tippen sah.
„Von mir bestimmt nicht“, ergänzte er verschmitzt.
Ja, da hatte er wohl recht. Während ich das hier fröhlich vor mich hin formuliere, sehe ich meinen Vater noch heute vor mir, wie er mich ein wenig bewundernd anlächelt.
Dabei war das eigentlich keine große Überraschung. Schon als Kind habe ich kleine Theaterstücke geschrieben und mir liebend gern Geschichten ausgedacht. Meinen ersten schulischen Erfolg hatte ich mit einer Lügengeschichte, die ich sogar vorlesen durfte.
Meine Mutter gab mir sicher nicht ohne Grund den Spitznamen „Träumerchen“. Ich selbst bezeichne mich als Geschichtensammlerin und feine Beobachterin kleiner Alltagsszenen.
Meine Freundinnen und Freunde hingen mir an den Lippen, wenn ich ihnen von meinen Erlebnissen erzählte – bildreich und mit großer Freude.